Sie haben eine wunderschöne Rose im Garten und fragen sich immer wieder: „Wie schneide ich diese Rose perfekt zurück? Was muss ich dabei beachten und vor allem, wann und wie oft kann ich das im Jahr tun?“
In diesem Beitrag möchten wir ein paar Fragen beantworten und Ihnen 5 Tipps von unserem Experten, Graser Garten- und Landschaftsbauer mit an die Hand geben:
Rosensorten
Sie sollten wissen, dass es um die 30.000 gezüchtete Rosensorten gibt und eine gärtnerische Klassifikation teilt diese Rosen in zahlreiche Gruppen wie Edelrosen, Beetrosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Zwergrosen, Bodendeckerrosen und Stammrosen ein. Jede Rosenklasse braucht einen angepassten Schnitt, um ihre jeweiligen Blüh- und Wuchseigenschaften optimal zu unterstützen. Die erste Frage lautet also: Was blüht bei Ihnen im Garten?
Die scharfe Schere
Verwenden Sie immer eine scharfe und saubere Schere! Wenn Sie mit unscharfen Werkzeugen geschnitten wird, passiert Folgendes: Die Triebe werden gequetscht oder gerissen statt sauber durchtrennt. Das führt zu größeren Eintrittspforten für Krankheiten und Pilze, da die Wundflächen nicht glatt und schlechter heilen. Außerdem wird die Rose dadurch unnötig beschädigt, was das Wachstum und die Blütenbildung negativ beeinflussen kann. Deshalb ist es besonders wichtig, beim Rosenschnitt eine scharfe und saubere Schere zu verwenden.
Für ein blütenreiches Wachstum
Beim Rosenschnitt ist besonders wichtig, abgestorbene, kranke und schwache Triebe bis ins gesunde Holz zu entfernen, dabei schräg etwa 5 mm oberhalb eines nach außen gerichteten Auges zu schneiden. So wird die Pflanze entlastet, gesund erhalten und zu kräftigem, blütenreichem Wachstum angeregt. Außerdem sorgt ein lichter Kronenaufbau für gute Belüftung und beugt Krankheiten vor. Die Schnittregeln können je nach Rosenart variieren, aber diese Grundsätze sind bei allen Rosen essenziell.
Der richtige Zeitpunkt
Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr, idealerweise wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Ein leichter Formschnitt im Herbst kann die Rose auf den Winter vorbereiten, ist aber nicht zwingend notwendig. Zusätzlich sollte im Sommer nach der ersten Blüte verblühtes entfernt werden, um die Bildung neuer Blüten zu fördern. Auch die Entfernung von altem Laub und abgestorbenen Pflanzenteilen sorgt für Gesundheit und verhindert Krankheiten.
Die Häufigkeit
Der Schnitt sollte regelmäßig und konsequent erfolgen. Eine Rose, die nicht geschnitten wird, verkahlt und wird anfälliger für Krankheiten. Auch wenn Fehler beim Schneiden passieren, ist ein regelmäßiger Schnitt besser als gar keiner. Dabei gilt: Je stärker und größer die Rose, desto weniger radikal wird zurückgeschnitten.
Sie benötigen dennoch Unterstützung in Ihrem Garten? Unser Mitglied, Garten- und Landschaftsbauer Graser, steht Ihnen zu allen Fragen zu Ihrem Garten zur Verfügung.
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Foto von Nikita Tikhomirov auf Unsplash